Autoreninterview mit Ulrik van Doorn
Ulrik van Doorn
Autor von Die Goldene Schwester – Chronik einer untergegangenen Welt
Fantasy, Action und Spannung: Ulrik van Doorn verbindet in seinem Roman klassische Fantasy mit Steam-Punk-Elementen und erzählt von Technik, Emotionen und einer Welt, in der nichts so ist, wie es scheint.
Ein Blick hinter die Kulissen von Die Goldene Schwester – Chronik einer untergegangenen Welt.
Über mich
1. Stell dich in drei Worten vor.
Fantasy, Action, Spannung!
2. Wann wusstest du: Ich will ein Buch schreiben?
Schon seit der Schulzeit, also vor mehr als 40 Jahren.
3. Was inspiriert dich beim Schreiben am meisten?
Meine Reisen zu fremden Kulturen und an spannende Orte. Von dort nehme ich immer viel Inspiration und Ideen mit.
4. Beschreibe dein Buch in einem Satz, ohne den Klappentext zu zitieren.
„Nichts ist so, wie es scheint.“
5. Welche Szene im Buch liegt dir besonders am Herzen und warum?
Als die Hauptfigur Wheetla davon überzeugt ist, dass sie sterben muss. Das ist eine sehr emotionale Szene.
Zum Buch
6. Für wen hast du dieses Buch geschrieben?
Tatsächlich für niemand Konkretes. Ich habe eher das Gefühl, dass ich das Buch für die Story schreibe. Irgendwann ist sie da und will geschrieben werden. Irgendwie bin ich wohl einfach nur das Werkzeug für die Story.
7. Was sollen Leser:innen nach der letzten Seite fühlen?
Mir ist wichtig, dass Emotionen geweckt werden. Wenn ein wenig von der Trauer, dem Stolz, aber auch von dem Trotz und dem Mut von Wheetla auf die Leser:innen überspringen, habe ich alles richtig gemacht.
8. Gab es eine besondere Herausforderung beim Schreiben?
Ich habe vorher noch nie einen ganzen Steam-Punk-Roman geschrieben, nur Kurzgeschichten. Meine bisherigen Werke waren klassische Fantasy-Romane. Dementsprechend gibt es hier mehr technische Fragen zu berücksichtigen.
In Die Goldene Schwester – Chronik einer untergegangenen Welt vermischen sich Steam-Punk- und Fantasy-Elemente, was die Story zusätzlich spannend macht. So ganz trennen kann ich das wohl nicht.
9. Gibt es eine Botschaft, die zwischen den Zeilen steckt?
„Achte auf die Technik, die du benutzt. Vielleicht benutzt die Technik ja dich.“
10. Wenn dein Buch ein Song wäre, welcher wäre es?
Darauf gibt es noch keine feste Antwort – manchmal braucht ein Buch eben nicht nur einen Song, sondern seine ganz eigene Klangwelt.
Blick hinter die Kulissen
11. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus?
Das kommt ganz darauf an, da ich nebenbei auch noch einen Ganztagsjob habe. Meist muss ich mir die Zeit einfach stehlen, wenn ich schreiben will.
Oft beginne ich damit, dass ich mir das vorhergehende Kapitel noch einmal durchlese, um in die Story und den Charakter einzusteigen. Je nach Szene schaue ich vorher in meine Notizen, in die Charakterstudie oder auf die gezeichnete Karte, um mir den Ort vorzustellen, an dem die Szene spielt.
Manchmal läuft die Szene wie ein Film vor meinem geistigen Auge ab, den ich dann nur noch niederschreiben muss. Das Ergebnis ist dann gerne mit Fehlern gespickt und muss nachgearbeitet werden, weil der Film im Kopf schneller abläuft, als ich schreiben kann – besonders bei Kampf- oder Actionszenen.
12. Kaffee oder Tee beim Schreiben?
Weder noch. Einfach nur stilles Wasser. Tee dann hinterher – zur Belohnung.
13. Plotten oder drauflosschreiben?
Unterschiedlich. Bei einer sehr komplexen Story wie meinem aktuellen Romanprojekt Welt des Todes kommt man ohne Plotten nicht weit, weil sich die Handlungsstränge sonst hoffnungslos verhaken.
Meinen zweiten Roman Katzentreue habe ich dagegen in einem heruntergeschrieben. Die Story war in meinem Kopf schon fertig, noch bevor ich die erste Seite geschrieben hatte.
14. Gab es einen Moment, in dem du ans Aufgeben gedacht hast?
Jedes Mal, wenn ich auf der Buchmesse bin und denke: „Hier sind so viele Bücher und Autoren. Wozu braucht es noch ein Buch von mir?“
15. Was hat dich motiviert weiterzumachen?
Jedes Mal, wenn ich auf der Buchmesse bin und denke: „Hier wird so viel Leseschrott angeboten, da ist ein gutes Buch von mir doch bestimmt wertvoll.“