Autoreninterview mit Markus Hoffmann
Markus Hoffmann
Autor von Codename: Mina
Koffeinierter Ruhrpott-Autor, der eigene Erfahrungen und menschliche Abgründe in Geschichten verwandelt. Im Interview spricht Markus Hoffmann über das Schreiben im Autorenduo, beklemmende Emotionen und den besonderen Puls von Codename: Mina.
Ein Blick hinter die Kulissen von Codename: Mina.
Über mich
1. Stell dich in drei Worten vor.
Koffeinierter Ruhrpott-Autor.
2. Wann wusstest du: Ich will ein Buch schreiben?
2021, als unsere damalige Hebamme ein Buch geschrieben hatte und im Selbstverlag veröffentlichte. Da dachte ich: Das möchte ich auch.
3. Was inspiriert dich beim Schreiben am meisten?
Mich inspirieren eigene Erfahrungen und menschliche Abgründe.
4. Beschreibe dein Buch in einem Satz.
Mina, eine Ex-Polizistin mit Hirntumor, soll an einer Studie für einen KI-Chip teilnehmen; stattdessen flieht sie mit Andi, einem Mitpatienten, quer durch Deutschland, um eine alternative Heilmethode in Anspruch zu nehmen.
5. Welche Szene liegt dir besonders am Herzen?
Das letzte Kapitel, weil es emotional ist und viel zusammenkommt, was zusammengehört.
Zum Buch
6. Für wen hast du dieses Buch geschrieben?
Für Menschen, die mal wieder etwas abseits des Mainstreams lesen wollen, das fesselt, berührt und wo Entscheidungen Konsequenzen haben.
7. Was sollen Leser:innen nach der letzten Seite fühlen?
Ich glaube, das wird bei jedem anders sein. Unsere Intention war, dass es ein beklemmendes Gefühl hinterlässt und auch nach dem Lesen noch zum Nachdenken anregt.
8. Gab es eine besondere Herausforderung beim Schreiben?
Das Schreiben mit jemandem, der hunderte Kilometer weit weg lebt.
9. Gibt es eine Botschaft, die zwischen den Zeilen steckt?
Egal wie ehrenhaft eine Sache ist, es gibt immer Menschen, die sie für etwas Böses nutzen werden.
10. Wenn dein Buch ein Song wäre?
Black Sabbath – „Paranoid“ (1970)
Der Song ist kurz, dreckig und drückt von der ersten Sekunde an. Zeilen wie „People think I’m insane because I am frowning all the time“ spiegeln Mina wider, die als „Abweichlerin“ gilt, weil sie nicht strahlend im System funktioniert.
Der Song fängt den rasanten Puls einer Gejagten ein, die mit einer tickenden Uhr im Kopf gegen eine Wand anrennt.
Blick hinter die Kulissen
11. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus?
Wenn ich schreibe, dann abends auf der Couch, mein MacBook auf dem Schoß und White-Noise-Rauschen auf den Ohren.
12. Kaffee oder Tee beim Schreiben?
Als koffeinierter Autor nur mit Siebträgerkaffee aus eigener Zubereitung – entweder als Flat White oder Americano.
13. Plotten oder drauflosschreiben?
Als ich angefangen habe zu schreiben, habe ich nicht geplottet. Die Story lief einfach und die Protagonisten haben sie selbst vorangetrieben.
Als Autoren-Duo ist Planung notwendig. Deshalb haben wir geplottet und immer wieder geschaut, dass wir uns grob im Rahmen dessen befinden, was wir uns ausgedacht haben.
14. Gab es einen Moment, in dem du ans Aufgeben gedacht hast?
Nein. Alina und ich haben uns so gut unterstützt und ergänzen uns perfekt. Da kam so ein Gedanke nicht auf.
15. Was hat dich motiviert weiterzumachen?
Grundsätzlich motiviert mich die Story. Auch wenn ich weiß, wie es weitergeht, möchte ich es lesen.